Fallbeispiel Führungskräfte Coaching

Kompromisse ausloten – in der eigenen Souveränität bleiben

Eine Führungskraft hat mit dem eigenen unmittelbaren Vorgesetzten einen Gesprächstermin, in dem es um die Definition von veränderten Aufgaben und Aufgabenbereichen aufgrund eines Veränderungsprozesses in der Institution geht. Der Coachingklient beschreibt seinen Vorgesetzten als sehr dominant mit einem eher autoritären Führungsstil.

Der Führungskraft geht es im Coaching darum, eine Bestandsaufnahme der möglichen neuen Aufgaben durchzuführen, welche veränderten Befugnisse damit verbunden sein könnten und wie er diese wahrnehmen möchte. Außerdem möchte der Coachingklient eine Gesprächsstrategie festlegen, um auch seine Interessen zu wahren.

Es besteht die Befürchtung, aufgrund des sehr dominanten Verhaltens des Gesprächspartners, die eigenen Interessen aufzugeben.

Das Führungskräfte Coaching beginnt mit der Bestandsaufnahme der neuen Aufgaben und wie der Coachingklient diese durchführen möchte, was sein Führungsstil und seine Werte dabei sind, wo er Kompromisse eingehen kann und wo seine Grenzen sind, in anderen Worten, wofür er nicht mehr zur Verfügung stehen würde.

Mittels der Transaktionanalyse wird im Coaching erarbeitet, welche psychologischen Rollen und Muster der Klient zwischen sich und dem Vorgesetzten wahrnimmt und wie er es erreichen kann, in seiner eigenen Souveränität zu bleiben, welche Kommunikationsinstrumente einzusetzen sind und über welche inneren Ressourcen der Coachingklient verfügt, um seine Interessen zu wahren.

In kurzen Interventionen, wie Rollenspiele oder Perpektivwechselübungen mit dem Coach, werden im Führungskräfte Coaching verschiedene mögliche Situationen trainiert, um die besprochene Strategie zu verankern.