Agilität in der Immobilienwirtschaft

Agilität in der Immobilienwirtschaft

Agilität in der Immobilienwirtschaft

Mehr Planungssicherheit für eine nicht (mehr) planbare Zukunft?

In der Workshopreihe „Agilität in der Bau- und Immobilienwirtschaft“ für Manager, Inhaber, Projektmitarbeiter sowie Führungskräfte, zeigen wir nicht nur agile Methoden, sondern machen sie auch erlebbar. Wir möchten damit Reaktionsmöglichkeiten auf Komplexität und Ungewissheit näher bringen. In dem ersten durchgeführten Workshop „agiles Projektmanagement“ in Kooperation mit der TU-Berlin, Weiterbildungsstudiengang Real Estate Management wird deutlich:.

  • Traditionelles Projektmanagement kommt durch sein lineares Vorgehen an seine Grenzen, da das Projektgeschäft zunehmend komplexer und volatil wird.
  • Die Anzahl an qualifizierten Mitarbeiter*innen reicht in Bezug auf Projektgröße und Projektanzahl nicht aus.
  • Durch immer mehr Beteiligte wird das Projektgeschehen immer komplexer.
  • Es gilt stetig neue Ereignisse zu koordinieren.

Die Auftragsbücher sind voll, Kapazitätsgrenzen führen zu Überlastung und Überforderung in der Projektarbeit. Es gleicht einem Hamsterrad, das nur immer noch schneller wird, egal, was man macht. Wir erleben eine Branche, in der zunehmend der Erfolg zum eigentlichen Problem wird, in einer sich ständig wandelnden Zukunft.
Agilität im Projektgeschäft rückt immer mehr als mögliche Lösung in den Fokus für den Umgang mit einer zunehmend unsicheren und nicht planbaren Zukunft. Die Fragen sind: Passt agiles Projektmanagement überhaupt zur Immobilienbranche? Lassen sich Methoden aus der IT-Branche transformieren und adaptieren, um diese in der Immobilienbranche anzuwenden? Braucht es Anpassungen um agiles Projektmanagement in der eigenen Organisation zu implementieren? Wenn ja, welche Anpassungen?

Um es vorweg zu nehmen, auch in der Immobilienbranche lässt sich mit agilen Methoden und auch mit agilen Projektmanagement arbeiten. Jedoch ist es notwendig, keine Schablone zu nehmen, sondern genau zu hinterfragen. Wie viel Agilität und Selbststeuerung braucht die Organisation oder das Projekt? Wo lässt sich iterativ anpassen und wo auch nicht? Welche Rahmenbedingungen sind gesetzt und nicht verhandelbar?

Es zeigt sich momentan eine Neugierde und Offenheit von Vertretern der Branche in Bezug auf ein anderes Vorgehen. Der Wunsch etwas anders zu machen um der zunehmenden Überforderung etwas entgegen zu setzen. Dabei geht es nicht darum, Komplexität zu reduzieren, sondern einen zukunftsgerichteten Umgang mit komplexen, sich stetig ändernden Herausforderungen zu fördern.

Was es braucht, ist zunehmende Selbststeuerung und Eigenverantwortlichkeit der Mitarbeiter*innen  auf der einen Seite und ein Loslassen und wirkliche Übergabe von Verantwortung von der Seite der Geschäftsführung/Führungskräfte.

Agile Methoden und Formate, wie beispielsweise Scrum, bieten lediglich einen Rahmen um flexibler auf Umwelteinflüsse zu agieren. Wie erfolgreich diese Methoden funktionieren liegt u.a. auf der einen Seite an Prozessen und deren Gegebenheiten, den Umgang mit Dynamiken und Wechselwirkungen und auf der anderen Seite an der Haltung, die in den Organisationen, bei Führungskräften, aber auch bei den Mitarbeitern vorherrschen.

Schönfeld Unternehmensberatung